07 Juni 2008
Beginn Fussball Europameisterschaft
Ich möchte nur mit diesem Post vor Augen führen, was so ein Großereignis für alle beteiligten Einsatzkräfte bedeutet. Es müssen bereits im Vorfeld neue Konzepte und Einsatzpläne definiert werden. Zusätzliches Personal für die ganze EM - Dauer ist von nöten. Weiters müssen ebenfalls schon vor Beginn eine Unzahl von Übungen mit allen Beteiligten durchgeführt werden, um auf alle Eventualitäten eingestellt zu sein.
Dennoch können im Laufe so eines Ereignisses Probleme bzw. Einsätze entstehen, mit denen niemand gerechnet hätte.
Mögliche Einsätze der Feuerwehr wären: Brände durch Feuerwerkskörper, eine erhöhte Anzahl von Unfällen durch alkoholisierte Personen, Brände durch fallengelassene Zigaretten etc etc.
04 Juni 2008
Gefahr ausgehend von Acetylengasflaschen
Wenn bei Bränden Druckbehälter erhitzt werden, sind sie durch ihren chemisch-physikalischen Zustand kaum berechenbar. Wenn es sich bei den Druckbehältern um Acetylenflaschen handelt, erhöht sich wegen der Eigenschaften von Acetylen und Aceton die Gefahr gegenüber anderen Druckbehältern beträchtlich!
Acetylengas wird neben seiner Anwendung in der Chemie heute in Gewerbe und Industrie vor allem zum Schweißen und Brennschneiden verwendet. Am häufigsten sind in diesem Zusammenhang mobile Schweißaggregate anzutreffen, welche im wesentlichen aus einer Acetylengas- und Sauerstoffflasche bestehen. In Großbetrieben gibt es oft zentrale Versorgungsanlagen mit ganzen Flaschenbündeln.
Acetylenflaschen werden in Größen von 20 - 50 l Volumen hergestellt. Die Kennzeichnung der Flaschen erfolgt über die Flaschenfärbung (früher weiß, seit 2002 braun). Der Inhalt und das Fassungsvermögen sind auf der Flaschenschulter eingeprägt. Ein weiteres Merkmal von Acetylenflaschen sind die Druckamaturen. Diese Art von Bügelverschluß wird ausschließlich bei Acetylenflaschen verwendet. Im Gegensatz zu anderen Druckbehältern geht von einer Acetylenflasche kein hohler Klang aus, da diese Flaschen mit einer porösen Masse (Kieselgur, Bimsstein oder Holzkohle) gefüllt sind. Weiters beinhaltet die Flasche ca. 2/3 Aceton, in dem das Acetylen gelöst ist. Bei einer Flascheninnentemperatur von ca. 65 oC nimmt das Aceton den gesamten Flascheninhalt ein, was bei einer weiterer Temperaturerhöhung zu einem hydraulischen Zerknallen der Flasche führen kann (Berstdruck ca. 280 bar). Der Flascheninnendruck beträgt je nach Größe der Flasche max. 19 bar (bei 15 oC). Beim Hantieren oder bei der Bergung von Acetylenflaschen dürfen diese keinesfalls liegend gerollt werden!
Höchste Gefahr bei einem Einsatz im Zusammenhang mit Azetylenflaschen besteht wenn:
- die Temperatur der Flaschenwand steigt ohne äußere Einwirkung (bei Flammenrückschlag beginnend am Flaschenkopf).
- Beim Brand am Ventil oder Druckminderer keine hell leuchtende gelbe Flamme, sondern Verfärbungen bzw. Ruß oder Qualm innerhalb der Flamme erkennbar sind.
- das ausströmende Gas abnormal riecht bzw. ungleichmäßig entströmt.
Wenn das Zischgeräusch aufhört, bedeutet in den meisten Fällen eine Verstopfung des Ventils, nicht aber eine Entleerung der Flasche!
01 Juni 2008
51. BEWERB UM DAS FEUERWEHRLEISTUNGSABZEICHEN IN GOLD
Zum 51. Mal stellten sich niederösterreichische Feuerwehrmitglieder am 16. und 17. Mai der schwierigsten und aufwendigsten Prüfung des Feuerwehrswesens: dem Bewerb um das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Gold. Über 200 Feuerwehrmitglieder erreichten das Bewerbsziel und sind nun stolze Träger des „Goldenen“.
Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta übernahm die Siegerehrung der beiden Durchgänge am 16. und 17. Mai. Um die Siegerehrungen feierlicher zu gestalten, wurden heuer erstmals die beiden Durchgangssieger vom Freitag und Samstag besonders geehrt. LM Johannes Lehner (FF Edla-Boxenhofen) konnte den 1. Durchgang für sich entscheiden, am Samstag stand OFM Florian Rehberger an der Spitze. LBD Josef Buchta freute sich über die guten Ergebnisse: „Ich bin stolz auf alle Feuerwehrmitglieder, die das Leistungsabzeichen in Gold erworben haben. Ich danke euch, dass ihr so viel Zeit für die Ausbildung geopfert habt – sie hat euch zum Erfolg geführt!“ Der Landesfeuerwehrkommandant stellte auch die Ausbildern der Vorbereitungslehrgänge in den Bezirken wegen ihrer Unterstützung der Kandidaten in den Vordergrund. „Es ist 35 Jahre her, dass ich selbst zum Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold angetreten bin. Damals hat uns niemand unterstützt, wir mussten uns die allein zu Hause vorbereiten. Heute Danke ich allen Ausbildern, dass sie ihren Kameraden die Möglichkeit zur optimalen Vorbereitung auf den Leistungsbewerb geben und ihnen die bestmögliche Ausbildung ermöglichen!“