28.06.2009 - Hochwasser im Bezirk Bruck/Leitha (Tag 5)
Nach den anhaltenden starken Regenfällen in Österreich kam es am 24.06.2009 zu schweren Unwettern im Bezirk Bruck/Leitha. Viele Feuerwehreinsätze waren die Folge. Image
Zahlreiche Feuerwehren waren am 24.06.2009 ab den Nachmittagstunden im Einsatz und mussten Keller und Schächte auspumpen. Als Sicherungsmaßnahmen an der hochwasserführenden Donau wurden in Hainburg und Wildungsmauer Sandsäcke vorbereitet und Dammsicherungswachen aufgebaut. Auch entlang der hochwasserführenden Leitha wurden die Pegelstände laufend kontrolliert und Schutzdämme errichtet. Trotz allem kam es in fast allen angrenzenden Ortschaften zu Überflutungen.
Das Einsatzgeschehen war hier vor allem in den Ortschaften Au am Leithaberge, Hainburg an der Donau, Wasenbruck/Mannersdorf am Leithagebirge, Gallbrunn, Götzendorf, Hof am Leithaberge, Pischelsdorf, Margarethen am Moos, Trautmannsdorf, Sommerein, Wilfleinsdorf, Wolfsthal und Haslau an der Donau.
Durch die Hochwasser führende Leitha musste in den Abendstunden die L2060 (Au-Hof/Kotzenmühle), L155 (Hof-Seibersdorf) und L161 (Mannersdorf-Wasenbruck) gesperrt werden.
Image Image Hof am Leithaberge
Auch am darauffolgenden Tag, den 25.06.2009, waren 8 Feuerwehren im Einsatz. Dammsicherungswachen entlang der Leitha, der Fischa und der Donau sowie Auspumparbeiten von Kellern wurden weiterhin durchgeführt. In Hainburg an der Donau musste aus Sicherheitsgründen die Jägerhaussiedlung evakuiert werden, da großräumige Überflutungen erwartet wurden. Überschwemmungen gab es auch in einem Park in Bad Deutsch Altenburg. Gegen 18 Uhr wurde ein gleichbleibender Donau-Pegel gemeldet. Im Bereich der Leitha (Höhe Sarasdorf) wurde ein Überschwemmungsgebiet Richtung Trautmannsdorf geziehlt überflutet. Verklausungen wurden ebenfalls entfernt. Die LB2001, die Verbindungsstraße zwischen Sommerein und Trautmannsdorf, wurde im Bereich der Brücke überflutet.
Image Image Hainburg an der Donau
Der 26.06.2009 brachte in keinster Weise eine Entspannung an der Fischa, Leitha und Donau. Durch das Hochwasser der Fischa kam es in Neu-Pischelsdorf (neben Ebergassing) zu Überschwemmungen. 9 Pumpen aus den Bezirken Bruck/Leitha und Wien-Umgebung, sowie Großpumpen aus Baden und Mödling, waren im Einsatz. An der Donau wurden Dammbegehungen und Pumpmaßnahmen in Hainburg/Donau durchgeführt. Die Leitha machte den Einsatzkräften wieder Kopfzerbrechen, da der Pegelstand bei Hollern steigte. Die Feuerwehren Hollern und Schönabrunn führten Pumpmaßnahmen durch. Die Feuerwehr Gänserndorf bereitete Sandsäcke vor und unterstützte. Die Feuerwehren Deutsch Haslau, Prellenkirchen und Potzneusiedl (Bgld.) führten Dammerhöhungen durch. In Gerhaus wurde ein Abrutschen eines Vordammes gemeldet. Die LH147 ab Kreuzung LB211 Richtung Hollern bis Prellenkirchen wurde wegen Überflutung und um die Einsatzkräfte nicht zu behindern, gesperrt.
Zur Entlastung wurden am 27.06.2009 Überschwemmungsgebiete geöffnet. Der Einsatzschwerpunkt auf der Leitha lag hier in Gerhaus, Deutsch Haslau und Hollern. Bis zu 150 Einsatzkräfte standen im Einsatz. Gegen 16 Uhr wurde die Sprenggruppe des NÖ Landesfeuerwehrverbandes alarmiert. Im Abschnitt Pachfurth-Gerhaus wurde vor Einbruch der Dunkelheit auf 2 Stellen gesprengt. Dadurch sollte es zur erhofften Erleichterung kommen. Laufende Kontrollen werden durchgeführt.
Image Image Image Image Deutsch Haslau
Image Image Image Image Image Hollern
Am 28.06.2009 waren noch immer bis zu 10 Feuerwehren und 50 Feuerwehrmänner und -frauen im Hochwassereinsatz. In Trautmannsdorf trat eine starke Verklausung bei der Leithabrücke auf, die aber auf einer Länge von 30m entfernt werden konnte. Die gesperrte Verbindungsstraße zwischen Sommerein und Trautmannsdorf (LB2001) konnte nach Reinigungsarbeiten wieder freigegeben werden. In Neu-Pischelsdorf standen nach mehrtägigen Auspumparbeiten nun die Aufräumarbeiten an. Alle eingesetzten Pumpen wurden schrittweise abgebaut und Reinigungen durchgeführt. Aufräumarbeiten standen auch in Hainburg an der Donau auf dem Programm. Der Pegelstand der Leitha bei Gerhaus, Hollern und Deutsch Haslau sank seit dem Vorabend um 15cm. Die getroffenen Maßnahmen tags zuvor zeigten also Wirkung. Die Feuerwehren stehen aber noch für Sicherungsarbeiten und laufende Dammkontrollen im Einsatz.
Aktuelle Pegelstände abrufbar unter http://www.noel.gv.at/ExterneSeiten/Wasserstand/htm/WNDCMS.HTM
Aktuelle Unwetterwarnungen unter http://www.uwz.at/
29 Juni 2009
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