Ich habe schon seit längerem die Idee, eine Wiki für das Feuerwehrwesen anzulegen. Sprich die gesamte Grundausbildung bzw. in weiterer Folge auch die erweiterte Ausbildung in einem online-zugänglichen Lexikon abzulegen.
Die Content-Erstellung ist hierbei sicher ohne Zweifel, eine intensive Arbeit. Des weiteren muss auf eine Qualitätssicherung der Einträge geachtet werden. Würd mich freuen, wenn ich ein paar Kommentare zu diesem Thema bekommen würde.
01 Juni 2009
03 März 2009
PERNKOPF NEUER LANDESRAT FÜR FEUERWEHRWESEN
Als neuen Agrar-Landesrat präsentierte Landeshauptmann Erwin Pröll am Donnerstag, den 19. Februar 2009, den erst 36-jährigen Niederösterreicher Mag. Stephan Pernkopf.
Der ausgebildete Agraringenieur und Jurist war bereits Kabinettschef von Josef Pröll im Landwirtschaftsministerium und bisher auch sein Büroleiter als Vizekanzler. Pernkopf, der aus der Gemeinde Wieselburg-Land stammt, folgt damit Josef Plank als Landesrat nach, der in die Privatwirtschaft wechselt.
Als Agrar-Landesrat wird Stephan Pernkopf unter anderem auch für die Angelegenheiten der Feuerwehr und des Katastrophendienstes zuständig sein.
Der ausgebildete Agraringenieur und Jurist war bereits Kabinettschef von Josef Pröll im Landwirtschaftsministerium und bisher auch sein Büroleiter als Vizekanzler. Pernkopf, der aus der Gemeinde Wieselburg-Land stammt, folgt damit Josef Plank als Landesrat nach, der in die Privatwirtschaft wechselt.
Als Agrar-Landesrat wird Stephan Pernkopf unter anderem auch für die Angelegenheiten der Feuerwehr und des Katastrophendienstes zuständig sein.
26 November 2008
Feuerwehrübung am 22.11.2008
Wie bei der letzten Chargensitzung beschlossen, hatten David und ich den Auftrag für 22. Nov eine technische Übung zu organisieren.
Wir setzten uns an einen Tisch und arbeiteten ein Szenario aus. Übungsannahme war, dass hinter der Pichlerkapelle in Stixneusiedl ein Auto von hinten bei dem steilen Feldweg runtergefahren ist und dabei ins schleudern gekommen ist.
Dabei fiel das Fahrzeug in die Böschung und rollte runter in das nächstegelegene Feld. In dem Fahrzeug sind per Annahme 2 Personen eingeklemmt.
Übungsablauf:
Wir fuhren mit 2 Fahrzeugen aus, dem Tank und dem KLF. Einsatzleiter war Herr BM Mühlwisch(Gkdt Tank) und der 2. Gruppenkommandant fürs KLF war Herr Ing. EBI Hentschel.
Wir retteten mit dem Berggerät die 2 Personen (Dummies) aus dem auf der Seite liegenden Auto. Dabei musste das Dach abgetrennt werden. Anschließend war die Annahme das das Fahrzeug ins Brennen geriet.
Deshalb wurde es in weiterer Folge mittels Schaum aus dem HD - Rohr gelöscht. Schließlich bargen wir es mit der Abschleppachse.
Wir setzten uns an einen Tisch und arbeiteten ein Szenario aus. Übungsannahme war, dass hinter der Pichlerkapelle in Stixneusiedl ein Auto von hinten bei dem steilen Feldweg runtergefahren ist und dabei ins schleudern gekommen ist.
Dabei fiel das Fahrzeug in die Böschung und rollte runter in das nächstegelegene Feld. In dem Fahrzeug sind per Annahme 2 Personen eingeklemmt.
Übungsablauf:
Wir fuhren mit 2 Fahrzeugen aus, dem Tank und dem KLF. Einsatzleiter war Herr BM Mühlwisch(Gkdt Tank) und der 2. Gruppenkommandant fürs KLF war Herr Ing. EBI Hentschel.
Wir retteten mit dem Berggerät die 2 Personen (Dummies) aus dem auf der Seite liegenden Auto. Dabei musste das Dach abgetrennt werden. Anschließend war die Annahme das das Fahrzeug ins Brennen geriet.
Deshalb wurde es in weiterer Folge mittels Schaum aus dem HD - Rohr gelöscht. Schließlich bargen wir es mit der Abschleppachse.
09 Oktober 2008
Lehrauftritt Truppführer
Aktuelle Informationen für die Voragangsweise beim Lehrauftritt Truppführer.
Anmeldung und Durchführung:
Die Anmeldung erfolgt vom Modulleiter formlos mit Namen der Teilnehmer an die NÖ Landes Feuerwehrschule (NÖLFWS) Wo keine vor Ort Abnahme aufgrund der geringen Teilnehmerzahl möglich ist kann sich auch der Teilnehmer direkt mit der NÖLWS in Verbindung setzen und sich anmelden. Der Lehrauftritt erfolgt dann in der NÖLFWS
Ab 6 Teilnehmern ist eine Abnahme nach terminlicher Absprache mit der NÖLFWS auch vor Ort möglich.
Der Vortrag ist vom Teilnehmer nach den inhaltlichen Vorgaben im Ausbilderleitfaden zu gestalten.
Inhalte:
Es sind von jedem Teilnehmer je eine theoretische und eine praktische Unterrichtseinheit aus dem Modul Truppführer in Echtzeit abzuhalten.
Es ist daher erforderlich den gesamten Inhalt des Moduls Truppführer zu beherrschen. Beide Themen werden vom Teilnehmer selbst gezogen.
Beurteilung:
Die Beurteilung des Lehrauftrittes erfolgt durch 2 Ausbilder der NÖLFWS. Es wird sowohl die Fachlichkeit aber auch die Methodik beurteilt.
Anmeldung und Durchführung:
Die Anmeldung erfolgt vom Modulleiter formlos mit Namen der Teilnehmer an die NÖ Landes Feuerwehrschule (NÖLFWS) Wo keine vor Ort Abnahme aufgrund der geringen Teilnehmerzahl möglich ist kann sich auch der Teilnehmer direkt mit der NÖLWS in Verbindung setzen und sich anmelden. Der Lehrauftritt erfolgt dann in der NÖLFWS
Ab 6 Teilnehmern ist eine Abnahme nach terminlicher Absprache mit der NÖLFWS auch vor Ort möglich.
Der Vortrag ist vom Teilnehmer nach den inhaltlichen Vorgaben im Ausbilderleitfaden zu gestalten.
Inhalte:
Es sind von jedem Teilnehmer je eine theoretische und eine praktische Unterrichtseinheit aus dem Modul Truppführer in Echtzeit abzuhalten.
Es ist daher erforderlich den gesamten Inhalt des Moduls Truppführer zu beherrschen. Beide Themen werden vom Teilnehmer selbst gezogen.
Beurteilung:
Die Beurteilung des Lehrauftrittes erfolgt durch 2 Ausbilder der NÖLFWS. Es wird sowohl die Fachlichkeit aber auch die Methodik beurteilt.
15 September 2008
BUCHTA NEUER ÖBFV-PRÄSIDENT
Der NÖ Landesfeuerwehrkommandant KommR Josef Buchta ist anlässlich der Plenarsitzung des 19. Ordentlichen Bundesfeuerwehrtages im Wiener Ernst-Happel-Stadion zum neuen Präsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV) gewählt worden. Er folgt damit Ing. Manfred Seidl nach, der diese Funktion 10 Jahre lang ausgeübt hat. Seidl amtiert weiterhin als Landesfeuerwehrkommandant des Burgenlandes.
„Ich freue mich über das Vertrauen, das mir die Vertreter der neun Landesfeuerwehrverbände geschenkt haben und möchte nun sofort daran gehen, die Interessen der österreichischen Feuerwehrmitglieder zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes tatkräftig und nachhaltig zu fördern. Ich werde jedenfalls ein Präsident für alle österreichischen Feuerwehren sein“, erklärte Buchta nach der Wahl. Zu Vizepräsidenten des ÖBFV wurden Ing. Franz Humer - Kommandant der Feuerwehr Wels, Josef Meschik - Landesfeuerwehrkommandant von Kärnten, und Dr. Friedrich Perner - Branddirektor von Wien, gewählt.
Buchta steht nun an der Spitze von 4.861 Feuerwehren mit rund 331.000 Mitgliedern, die mehr als 250.000 Einsätze im Jahr leisten. „Alle zwei Minuten ist in Österreich eine Feuerwehr im Einsatz; wir sind aus dem österreichischen Sicherheitsgefüge nicht wegzudenken“, so Buchta.
Unterstützung durch Bevölkerung und Mandatare
ÖBFV-Präsident Buchta stellte aber auch fest, dass diese Herausforderungen nur zu bewältigen sein werden, wenn die Bevölkerung und ihre gewählten Vertreter die Feuerwehren auch entsprechend unterstützen: „Unsere Feuerwehren müssen ausreichend finanziert werden, auch durch die Privatwirtschaft. Unsere Tätigkeit muss allseits anerkannt und gewürdigt werden und der Dienst von Freiwilligen muss mit dem Beruf und der Familie künftig besser vereinbar sein“. Der Bund sei gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um etwa die Gesundheit der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren zu gewährleisten: „Gesundheitsuntersuchungen unserer Mitglieder müssen bezahlt werden, ebenso Impfungen gegen Hepatitis und Zeckenbiss“. Buchta sieht es aber auch als seine Aufgabe, die Bevölkerung darüber aufzuklären, dass sie in Hinkunft selbst mehr Vorkehrungen treffen muss, um vor enormen Schäden durch Sturm, Schnee, Hochwasser und anderen Elementarereignissen besser geschützt zu sein. „Denn Vorsorge kommt vor dem Einsatz der Feuerwehr.“
„Jetzt gilt es, die Zukunft unserer Feuerwehren zu sichern, uns den neuen Herausforderungen zu stellen und die Mitarbeit der Bevölkerung und ihrer Mandatare einzufordern, um weiterhin der Grundstein für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher zu sein“, so Buchta abschließend.
„Ich freue mich über das Vertrauen, das mir die Vertreter der neun Landesfeuerwehrverbände geschenkt haben und möchte nun sofort daran gehen, die Interessen der österreichischen Feuerwehrmitglieder zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unseres Landes tatkräftig und nachhaltig zu fördern. Ich werde jedenfalls ein Präsident für alle österreichischen Feuerwehren sein“, erklärte Buchta nach der Wahl. Zu Vizepräsidenten des ÖBFV wurden Ing. Franz Humer - Kommandant der Feuerwehr Wels, Josef Meschik - Landesfeuerwehrkommandant von Kärnten, und Dr. Friedrich Perner - Branddirektor von Wien, gewählt.
Buchta steht nun an der Spitze von 4.861 Feuerwehren mit rund 331.000 Mitgliedern, die mehr als 250.000 Einsätze im Jahr leisten. „Alle zwei Minuten ist in Österreich eine Feuerwehr im Einsatz; wir sind aus dem österreichischen Sicherheitsgefüge nicht wegzudenken“, so Buchta.
Unterstützung durch Bevölkerung und Mandatare
ÖBFV-Präsident Buchta stellte aber auch fest, dass diese Herausforderungen nur zu bewältigen sein werden, wenn die Bevölkerung und ihre gewählten Vertreter die Feuerwehren auch entsprechend unterstützen: „Unsere Feuerwehren müssen ausreichend finanziert werden, auch durch die Privatwirtschaft. Unsere Tätigkeit muss allseits anerkannt und gewürdigt werden und der Dienst von Freiwilligen muss mit dem Beruf und der Familie künftig besser vereinbar sein“. Der Bund sei gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, um etwa die Gesundheit der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren zu gewährleisten: „Gesundheitsuntersuchungen unserer Mitglieder müssen bezahlt werden, ebenso Impfungen gegen Hepatitis und Zeckenbiss“. Buchta sieht es aber auch als seine Aufgabe, die Bevölkerung darüber aufzuklären, dass sie in Hinkunft selbst mehr Vorkehrungen treffen muss, um vor enormen Schäden durch Sturm, Schnee, Hochwasser und anderen Elementarereignissen besser geschützt zu sein. „Denn Vorsorge kommt vor dem Einsatz der Feuerwehr.“
„Jetzt gilt es, die Zukunft unserer Feuerwehren zu sichern, uns den neuen Herausforderungen zu stellen und die Mitarbeit der Bevölkerung und ihrer Mandatare einzufordern, um weiterhin der Grundstein für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher zu sein“, so Buchta abschließend.
14 September 2008
BUCHTA NEUER FEUERWEHR PRÄSIDENT
Nun ist es soweit, die Hoffnungen/Befürchtungen sind eingetreten. LBD Josef Buchta wurde im Rahmen der 10. Bundesfeuerwehrleistungsbewerbe zum neuen Präsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes gewählt. Er folgt in dieser Funktion Herrn LBD Ing. Manfred Seidl nach.
Buchta ist somit höchster Feuerwehrfunktionär Österreichs. -Ob dieses Wahlergebnis positiv ist, bleibt abzuwarten...
Buchta ist somit höchster Feuerwehrfunktionär Österreichs. -Ob dieses Wahlergebnis positiv ist, bleibt abzuwarten...
27 August 2008
"GEBURTSTAGSGESCHENK" ENDET MIT GROSSEINSATZ
Für einen 10-jährigen Buben und seinem 39 Jahre alten Vater aus dem Bezirk Baden endete am 21. August 2008 ein Bootsausflug auf der Leitha mit einem Großeinsatz der Polizei und Feuerwehr. Am Vortag feierte Kevin L. aus Enzesfeld-Lindabrunn (Bezirk Baden) seinen 10.Geburtstag. Ein ganz besonderes Geschenk machte ihn sein Vater Jens L. mit einer Kajak-Bootsfahrt auf der Leitha.
Als die beiden dann am Nachmittag des 21. August 2008 gegen ca. 13:30 Uhr das Kajakboot bei Deutsch-Brodersdorf (Bezirk Baden) zu Wasser ließen, konnten sie nicht ahnen was auf sie in den folgenden Stunden noch zukam. Ein Treffpunkt mit der Mutter bzw. der Frau wurde um 18:30 Uhr in dem ca. 12km flussabwärts gelegenen Ort Wasenbruck (Bezirk Bruck an der Leitha) vereinbart. Die Bootsfahrt führte dabei auch durch ein Au-Gebiet, welches teilweise schwer von Außen her einsehbar ist.Um 18:30 Uhr wartete dann wie vereinbart die Mutter Hajnalka L. (Ungarin) mit dem 2-jährigen Sohn Jakob in Wasenbruck auf das Eintreffen der beiden Bootsausflügler.
Auch nach einer längeren Wartezeit und mehrmaligen Versuch den Vater (Mann) über Handy zu erreichen missglückte. Die Beiden waren einfach verschwunden und konnten nicht erreicht werden. Darauf hin erstattete Hajnalka L. bei der Polizeiinspektion Mannersdorf/Leitha eine Vermisstenanzeige. Da auch ein eventueller Unfall nicht auszuschließen war, wurde von der Polizei eine Handypeilung veranlasst. Diese ergab, dass sich die Gesuchten gegen 17:50 Uhr bei Seibersdorf befanden.
Da es bereits Dunkel war und das Gelände teilweise sehr unwegsam ist, wurden gegen ca. 21:30 Uhr ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera und gegen ca. 21:50 Uhr auch noch Freiwillige Feuerwehren entlang der Leitha in diesem Abschnitt zwischen Deutsch-Brodersdorf und Wasenbruck zur Personensuche alarmiert.
Binnen kürzester Zeit standen insgesamt 8 Freiwillige Feuerwehren aus dem Bezirk Bruck an der Leitha (FF Mannersdorf/Leitha, FF Au/Leitha, FF Hof/Leitha, FF Pischelsdorf und FF Götzendorf) und aus dem Bezirk Baden (FF Deutsch-Brodersdorf, FF Seibersdorf und die FF Reisenberg) mit ca. 150-160 Feuerwehrleuten und einigen Polizeistreifen im Einsatz. Bereits gegen ca. 22:15 Uhr konnte aber zum Glück wieder Entwarnung gegeben werden.
Wie es sich dann heraus stellte, blieben die zwei Gesuchten Höhe Reisenberg beim so genannten Jägersteig mit dem Kajak zwischen umgestürzten Bäumen über die Leitha (Bieber hatten ganze Arbeit geleistet)stecken und konnten nicht mehr weiterfahren bzw. das Boot wieder befreien. Sie versuchten auch schon mehrmals über Handy Bescheid zu geben, was aber ebenfalls misslang. Von dort aus hieß es dann zu Fuß durch das unwegsame Gelände in Richtung nächster Ortschaft. Nach ca. 3km langen Fußmarsch erreichten sie dann mit einigen kleinen Schrammen die Ortschaft Reisenberg und versuchten bei einem Würstelstand wieder zu telefonieren. Als sie dann nach einiger Zeit die vielen Sirenen in der Umgebung aufheulen hörten, dachten sie diese könnten vielleicht ihnen angehen und gingen in Richtung des örtlichen Feuerwehrhauses von Reisenberg. Dort waren bereits die Einsatzkräfte beschäftigt sich in Gruppen aufzuteilen und mit der Suche zu beginnen, als plötzlich die zwei Gesuchten eintrafen und nachfragten ob sie der Grund des Einsatzes waren.
Sofort wurde die Polizei Mannersdorf und die anderen Einsatzkräfte, die auch schon teilweise mit der Suche bei und in der Leitha beschäftigt waren, darüber informiert.
Einige Zeit später konnte sich dann die Familie beim Feuerwehrhaus in Reisenberg wieder glücklich umarmen. Ein Geburtstagsausflug der anders hätte ausgehen können und der 10-jährige Kevin L. hat sicherlich einiges seinen Freunden zu erzählen.
www.bfkdo-baden.com
www.ff.goetzendorf.at
www.ff-hof.com
www.ff-mannersdorf.at
www.ff-pischelsdorf.at
Als die beiden dann am Nachmittag des 21. August 2008 gegen ca. 13:30 Uhr das Kajakboot bei Deutsch-Brodersdorf (Bezirk Baden) zu Wasser ließen, konnten sie nicht ahnen was auf sie in den folgenden Stunden noch zukam. Ein Treffpunkt mit der Mutter bzw. der Frau wurde um 18:30 Uhr in dem ca. 12km flussabwärts gelegenen Ort Wasenbruck (Bezirk Bruck an der Leitha) vereinbart. Die Bootsfahrt führte dabei auch durch ein Au-Gebiet, welches teilweise schwer von Außen her einsehbar ist.Um 18:30 Uhr wartete dann wie vereinbart die Mutter Hajnalka L. (Ungarin) mit dem 2-jährigen Sohn Jakob in Wasenbruck auf das Eintreffen der beiden Bootsausflügler.
Auch nach einer längeren Wartezeit und mehrmaligen Versuch den Vater (Mann) über Handy zu erreichen missglückte. Die Beiden waren einfach verschwunden und konnten nicht erreicht werden. Darauf hin erstattete Hajnalka L. bei der Polizeiinspektion Mannersdorf/Leitha eine Vermisstenanzeige. Da auch ein eventueller Unfall nicht auszuschließen war, wurde von der Polizei eine Handypeilung veranlasst. Diese ergab, dass sich die Gesuchten gegen 17:50 Uhr bei Seibersdorf befanden.
Da es bereits Dunkel war und das Gelände teilweise sehr unwegsam ist, wurden gegen ca. 21:30 Uhr ein Polizeihubschrauber mit einer Wärmebildkamera und gegen ca. 21:50 Uhr auch noch Freiwillige Feuerwehren entlang der Leitha in diesem Abschnitt zwischen Deutsch-Brodersdorf und Wasenbruck zur Personensuche alarmiert.
Binnen kürzester Zeit standen insgesamt 8 Freiwillige Feuerwehren aus dem Bezirk Bruck an der Leitha (FF Mannersdorf/Leitha, FF Au/Leitha, FF Hof/Leitha, FF Pischelsdorf und FF Götzendorf) und aus dem Bezirk Baden (FF Deutsch-Brodersdorf, FF Seibersdorf und die FF Reisenberg) mit ca. 150-160 Feuerwehrleuten und einigen Polizeistreifen im Einsatz. Bereits gegen ca. 22:15 Uhr konnte aber zum Glück wieder Entwarnung gegeben werden.
Wie es sich dann heraus stellte, blieben die zwei Gesuchten Höhe Reisenberg beim so genannten Jägersteig mit dem Kajak zwischen umgestürzten Bäumen über die Leitha (Bieber hatten ganze Arbeit geleistet)stecken und konnten nicht mehr weiterfahren bzw. das Boot wieder befreien. Sie versuchten auch schon mehrmals über Handy Bescheid zu geben, was aber ebenfalls misslang. Von dort aus hieß es dann zu Fuß durch das unwegsame Gelände in Richtung nächster Ortschaft. Nach ca. 3km langen Fußmarsch erreichten sie dann mit einigen kleinen Schrammen die Ortschaft Reisenberg und versuchten bei einem Würstelstand wieder zu telefonieren. Als sie dann nach einiger Zeit die vielen Sirenen in der Umgebung aufheulen hörten, dachten sie diese könnten vielleicht ihnen angehen und gingen in Richtung des örtlichen Feuerwehrhauses von Reisenberg. Dort waren bereits die Einsatzkräfte beschäftigt sich in Gruppen aufzuteilen und mit der Suche zu beginnen, als plötzlich die zwei Gesuchten eintrafen und nachfragten ob sie der Grund des Einsatzes waren.
Sofort wurde die Polizei Mannersdorf und die anderen Einsatzkräfte, die auch schon teilweise mit der Suche bei und in der Leitha beschäftigt waren, darüber informiert.
Einige Zeit später konnte sich dann die Familie beim Feuerwehrhaus in Reisenberg wieder glücklich umarmen. Ein Geburtstagsausflug der anders hätte ausgehen können und der 10-jährige Kevin L. hat sicherlich einiges seinen Freunden zu erzählen.
www.bfkdo-baden.com
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